Brandenburg will Direktvermarktung von Agrarprodukten ankurbeln

In Brandenburg wird derzeit eine Ernährungsstrategie erarbeitet, um örtlichen Landwirten und Produzenten mehr Absatzmöglichkeiten zu eröffnen. Regionale Produkte mit Frische, Qualität und einem überprüfbaren Herkunftsversprechen seien immer gefragter, sagte Agrarminister Axel Vogel (Grüne) am Donnerstag auf einer Tagung zu Direktvermarktung und Ernährungswirtschaft. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie habe das Essverhalten vieler Menschen und ihre Sicht auf die Landwirtschaft verändert. Die Tagung war vom Verband pro agro mit dem Forum Ländlicher Raum organisiert worden.


Der direkte Draht zu den Erzeugern und die Möglichkeit, Fragen zu Herstellung, Verarbeitung und Anbau der Produkte stellen zu können, schaffe ein Vertrauen, das bei der Vermarktung über Zwischenhändler schwerer herzustellen sei, sagte der Minister. Zudem profitierten Landwirte und Direktvermarkter durch den Wegfall der Zwischenhändler. Voraussetzung für mehr Artikel Made in Brandenburg in den Regalen seien vermarktungsfähige Produkte.


Nach den Angaben wird derzeit ein Regionallabel zur Angebots- oder Wettbewerbsverbesserung für heimische Produzenten geprüft. Es könnte bei Ausschreibungen für Gemeinschaftsverpflegungen besonders berücksichtigt werden.


Laut Ernährungsreport des Bundeslandwirtschaftsministeriums kauften neun Prozent der Befragten 2018 ihre Lebensmittel auf dem Wochenmarkt, sieben Prozent im Hofladen.

Weitere Meldungen Landkreis: Jäger sollen häufiger verendete Wildschweine suchen
Schweine-Schlachtstau: Klöckner will Ausweitung der Arbeitszeiten